Sanfte Hundeerziehung

Der Hund ist ein Produkt seiner Erziehung und seiner Umwelt!

Kein Hund kommt aggressiv, bissig, ängslich oder bösartig auf die Welt. Er wird das werden, was wir Menschen aus ihm machen. Gerade im Welpenalter lernt der Hund am meisten. Was an Prägung fehlt kann oft nicht mehr nachgeholt werden. Das heißt, ein Hund der im Welpenalter isoliert von der Umwelt, wenn auch liebevoll umsorgt und behütet aufgewachsen ist, hat denkbar wenig Prägung erfahren. So ein Hund entwickelt sich oft zum Problemhund.

Ebenso ist er wichtig den Hund "lesen" zu können. Hunde senden ununterbrochen Signale aus, bewußte wie auch unbewußte. An uns ist es, diese Signale richtig zu deuten.

Diese Signale nennt man Calming Singnals. Es gibt weit über 30 uns bekannte Signale, die in unterschiedlichen Situationen oft auch andere Bedeutungen haben. Diese Signale erst einmal zu erkennen und sie dann auch noch richtig einzuschätzen bedarf viel Übung und Beobachtungsgabe. Jeder von uns Hundehalter kennt die Situation :

 Wir rufen draußen unseren Hund, einmal, zweimal, dreimal. Irgendwann dreht der Hund sich in unsere Richtung, kommt im großen Bogen schnüffelnd , in aller herrgotts Ruhe zu uns zurück. Wir platzen bald bei soviel unverschämtheit seitens unseres Vierbeiners. Haben wir doch erwartet, dass er im fliegenden Galopp, schnurstracks zu uns kommt.

Aus Sicht das Hundes hat er sich allerdings vollkommen richtig verhalten. Denn aus seiner Sicht wäre es mehr als unverschämt dem ranghöheren Rudelmitglied, nämlich uns, schnell und in direkter Linie drauf zuzulaufen. Wenigstens in der Situation, indem der Hund sich bewußt ist, dass er einen Fehler gemacht hat, da er sich hat mehrfach rufen lassen. Er geht lieber einen Bogen, schnüffelt am Boden und schlendert langsam in unsere Richtung. Mit all diesen Signalen zeigt er uns in seier "Sprache" das ihm sein Verhalten leid tut. Ein typisches Beschwichtigungssignal. Strafen wir ihn jetzt in dieser Situation, versteht er es nicht. Er wird beim nächsten mal Rufen noch weniger motiviert sein zu uns zu kommen. Besser wir loben ihn überschwenglich für sein Kommen, dadurch lernt der Hund, dass es sich für ihn lohnt das nächte mal schneller zu hören.